Wie ich zum Nähen kam

Zur Geburt meines Neffen Lennard wollte ich ein Kinderbuch gestalten. Die Inhalte waren schnell klar: Die kleine Giraffe Florian erkundet zusammen mit ihren Freunden den Zoo und lernt  andere Zoobewohner kennen. So zeichnete ich insgesamt zwölf Tiere, die in sieben Geschichten  auf Entdeckungsreise gehen und das ein oder andere kleine Abenteuer erleben.

Ein Einblick in das Buch:


Zu dem Buch sollte es aber noch etwas anderes geben. Irgendjemand (ich bin mir nicht mehr sicher, wer es war) kam auf die Idee, ich könnte doch die Giraffe als Kuscheltier nähen. Was? Nähen? Kann ich nicht. *grübel* Aber meine Mama. Ein bis zwei Wochen später legte ich mir eine Discounter-Nähmaschine für Einsteiger zu. Diese stand dann ganze sechs Wochen bei mir herum. Nähen konnte ich ja nicht. Noch nicht. Ich hatte keinen blassen Schimmer, wie eine Nähmaschine funktioniert. Aber meine Mama. Und so kam es, dass ich mich drei Tage bei ihr einquatierte und sie mir die Grundlagen des Nähens beibrachte, die ich für dieses Projekt brauchte. Das heißt, erst einmal geradeaus nähen und ein Gefühl für das Fußpedal bekommen. Das Schnittmuster für die Giraffe anfertigen und auf den Stoff übertragen und noch so einiges mehr. Und in diesen Tagen entstand (nach ein paar kleineren  Übungsobjekten) Florian in einer ordentlichen Größe, sodass sogar applizierte Flecken Platz hatten. Ich war stolz wie Oskar. 


Als ich wieder zu Hause war, blieb es dann nicht bei der Kuschelgiraffe. Ich übte mich im Applizieren und brachte Florian samt Blumen, Wolke und Sonne auf ein Kissen mit Hotelverschluss. Diesmal ohne Hilfe, aber inklusive dem ein oder anderen Gefluche und Auftrennen der Nähte. Stolz war ich trotzdem. Und ich hatte ein neues Hobby.

Ich war im Kreativrausch. Wenn auch die Nähmaschine nicht stillstand, bastelte ich passend zum Buch noch ein Memo-Spiel und ein Mobilé mit allen Tieren aus Bastelfilz. Zum Schluss folgte noch ein Kalender für Lennards erstes Lebensjahr.

Dieses Projekt hat mir viel Spaß gemacht. Dass ich letztendlich so ganz nebenbei ein neues Hobby entdeckt habe, hat mich umso mehr begeistert. Kurze Zeit später entstanden bereits die ersten Kleidungsstücke für mich (man sollte sie nicht auf links wenden) und die halbe Familie wurde mit Genähtem beschenkt. Zu dem Zeitpunkt dachte ich noch nicht daran, dass ich irgendwann mein lieb gewonnenes Hobby zum Nebenberuf mache, ich eine Nähmaschine mit diversem komfortablen Schnickschnack besitze, sich mein Stofflager enorm erweitert, dass es eine binedoro-Website und sogar einen Online-Shop gibt. Mein Blog hat sich inzwischen vom Nähtagebuch zum DIY- und Lifestyle-Allrounder entwickelt.

So war das. Und ich freue mich, dass du hier vorbeischaust!


Kommentare:

  1. Oh Wow! Wie toll ist das denn!
    Vom Buch, über die Kuschelgiraffe zum Kalender... Zum niederknien!
    Herzlich grüsst, Karin

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  2. Liebe Bine,
    das ist ja eine klasse Geschichte und eine super süße Giraffe. Daumen hoch auch für Dein selbst erstelltes Buch. Es sieht total liebevoll aus.

    Bis ganz bald.
    LG Sanna

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