Samstag, 31. Dezember 2016

Allein auf Norderney, ein großes Dankeschön und auf ein schönes 2017

binedoro Blog, Norderney, Urlaub, Meer, Nordsee, Strand, Düne, Möven

Ich mag die Nordsee. Den rauen Wind, die salzige Luft, die weite Sicht und den täglichen Blick aufs Meer. Das wisst ihr. Und ich mag es, das alles allein zu erleben. Das ist neu. 

Im September war ich ein paar Tage allein auf Norderney. Das war so geplant und es war großartig, so viel vorweg. Im Gepäck hatte ich unter anderem meine Laufschuhe, ein gutes Buch und wetterfeste Kleidung. Vor Ort gekauft habe ich dann noch kurze Hosen und weiteren Lesestoff. Denn auf Norderney wurde zu dieser Zeit morgens als erstes der Sonnenschirm auf der Terrasse aufgestellt und eine Liege gesichert. Wind? Fehlanzeige. Kälte? Keine Spur. Es herrschte Hochsommer vom Feinsten, den ich so an der Nordsee noch nicht erlebt habe. 

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Allein zu reisen ist gar nicht so seltsam, ungewohnt oder einsam wie man vielleicht denken könnte. Mit Norderney hatte ich aber eben auch einen Ort gewählt, den ich kenne, der mir vertraut ist. Ein Ort, der mich schnell ankommen lässt und wo ich mich wohlfühle. 

Dennoch war es aufregend und ich fuhr mit einem breiten Grinsen im Gesicht mit dem Auto in Norddeich auf die Fähre. Ich hatte mir den Luxus gegönnt und mein Auto mit auf die Insel genommen, auch wenn ich vor Ort nur bis zum Appartement fahren durfte, denn auf Norderney ist der Kraftfahrzeugverkehr saisonal eingeschränkt. Eigentlich braucht man dort auch kein Auto. Aber mit Gepäck für eine Woche und für jede Wetterlage (Frau hat ja eine gewisse Grundausstattung) war's so noch entspannter. 

Das erste, was ich nach Ankunft gemacht habe: Ich bin eine Runde am Strand spazieren gegangen und habe einmal tief die salzige Seeluft eingeatmet. Herrlich! Danach habe ich meine Füße in die Laufschuhe gesteckt und bin ein paar Kilometer gejoggt. Das Wetter war einfach perfekt, die Sonne hat geschienen, es war relativ windstill und nach 3 Stunden Autofahrt war der Drang nach Bewegung umso größer. 

binedoro Blog, Norderney, Urlaub, Meer, Nordsee, Strand, Düne, Möwen

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Ich muss ja gestehen, dass ich nicht den ganzen Tag am Strand liegen kann, auch wenn es in diesem Urlaub wetterbedingt durchaus möglich gewesen wäre. So folgten an den darauf folgenden Tagen eine Radtour quer über die Insel und der Besuch des Leuchtturms, viele Spaziergänge am Meer, immer auf der Suche nach schönem Strandgut, und einige Laufrunden. Mein persönliches Highlight und heimliches Ziel: mein erster 12-Kilometer-Lauf. Geschafft!

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Zu sich selbst finden, Gedanken nachhängen oder einfach mal nicht denken und die Seele baumeln lassen. In den Tag hinein leben, sich mit niemandem absprechen müssen, das tun, wonach einem selbst gerade ist. Beim Frühstück den "Norderneyer Morgen" lesen und den Tagesablauf - wenn überhaupt - von den Gezeiten beeinflussen lassen. Ich habe es genossen und wieder einmal festgestellt, wie schnell man mit anderen Menschen ins Gespräch kommt. So saß zum Beispiel ein ganz bunt zusammengewürfeltes Grüppchen (inklusive mir) an einem Tisch auf der Terrasse der Weißen Düne und verbrachte gemeinsam die Mittagszeit bei Kartoffelsuppe, Brotzeit und guten Gesprächen. So ungezwungen und lustig und danach ging jeder wieder seinen Weg. 

Und weil es so toll war, fahre ich 2017 wieder allein auf die Lieblingsinsel. Das Appartement ist gebucht und die Gummistiefel stehen quasi schon bereit, so sehr freue ich mich auf die Zeit am Meer.  

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Das Jahr 2016 ist fast vorbei und ich möchte danke sagen. Danke, dass ihr hier immer wieder vorbeischaut, danke für ein erfolgreiches binedoro Jahr. Es hat mir wieder wahnsinnig viel Spaß gemacht, zu nähen und den binedoro Shop für euch mit schönen Produkten zu bestücken, DIY-Ideen umzusetzen und sie euch hier  auf dem Blog zu zeigen. Ich habe wieder viele tolle Menschen kennengelernt und wiedergesehen, die ich ohne das Bloggen womöglich nie getroffen hätte. Zeit gemeinsam offline zu verbringen ist was Feines und wird bei mir 2017 wieder großgeschrieben. Aber keine Sorge, auf dem binedoro Blog wird es auf jeden Fall mit schönen Projekten weitergehen. 

Ich wünsche euch ein glückliches und schönes neues Jahr! Bleibt unbedingt gesund, lasst es euch gut gehen und haltet an euren Träumen fest. 


Kommentare:

  1. Hallihallo aus Berlin,
    da ich dieses Jahr auch das erste Mal alleine nach Norderney fahre, was nicht so geplant war, wollte ich vorher im Internet schauen, was man so alleine auf Norderney machen kann und bin auf Deinen Eintrag gestoßen.
    Er hat mir wirklich sehr geholfen, dem Urlaub positive entgegen zu sehen :-).
    Ich fahre Ende Juli 2017 hin, vllt sieht man sich ja dort :-D?
    Viele Grüße aus Berlin
    Biene

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  2. Hallo Biene
    Ich werde dieses Jahr (im November) das erste mal alleine einige Tage verreisen
    (Das war nicht so geplant)

    Da es mich immer wieder am die See zieht habe ich mich für Norderney entschieden
    Auf der Suche was man auf der Insel alleine unternehmen kann und ob es sich schickt alleine dort hin zu fahren bin ich auf deine Seite gestoßen ..
    Dein Beitrag hat mir die Angst genommen und mich darin bestärkt dort hin zu fahren ..Ich freue mich schon sehr die eine Woche auf der Insel zu sein um damit von meinem stressigen Job runter zu kommen kann.
    Vielleicht kannst du mir ja noch Tipps geben was man auf der Insel auch im Winter unternehmen kann
    Eine PartyMaus bin ich nicht..😊
    Aber vielleicht gibt es ja Events oder touren die man auf jeden Fall mitmachen muss ..Damit keine Langeweile auftritt 🤗
    Vielen Dank im voraus und herzliche Grüße aus dem Oberbergische.
    Antonia

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    1. Liebe Antonia, bitte entschuldige meine späte Antwort. Toll, dass du nach Norderney fährst! Das wird schön, egal bei welchem Wetter. Der Weststrand und Nordstrand sind schön zum spazieren gehen, je weiter du Richtung Norden bzw. weiter Richtung Osten gehst, umso mehr Strandgut, Schneckenhäuser und Co. wirst du finden können. Grund: offene Meerseite. Grandios ist immer eine Wanderung zum Wrack, also einmal komplett über die Insel zum äußersten Rand im Osten. Allerdings solltest du dich unbedingt vorher im Nationalparkhaus am hafen erkundigen, wie die Wetterverhältnisse sind und die Bodenbedingungen. Denn man läuft durch die Dünen (ca. 2 bis 2,5 Stunden hin. Wenn du am Strand oben an der Dünenkante zurück läufst, sind es bis zur Weißen Düne ca. 3 Stunden. Ab da fährt dann auch ein Bus zurück in den Ort, wenn die Füße nicht ehr wollen. :-) Mit etwas Glück sind die Seehunde ganz nah. Aber Vorsicht: Raubtiere. ;-)
      Zum Essen gehen: Weisse Düne. Tolle Mittagskarte, leckerer kuchen und feines Abendessen. Etwas rustikaler geht es in der Giftbude zu: Pizza, Matjes und Bratkartoffeln etc. Das Surfcafé am Nordbadestrand ist auch super, tolle Aussicht und leckeres Essen, auch Kleinigkeiten. Die Milchbar am Weststrand: inzwischen recht überlaufen, aber einmal sollte man da gewesen sein. ;-)
      Leckerste Backwaren: Inselloft Bäckerei, daneben wundervoller Laden: "1837", beides unten im Inselloft am Damenpfad.

      Gib einfach mal als Suchbegriff "Norderney" auf meinem Blog ein, da findest du ein paar weitere Beiträge zu meiner Lieblingsinsel.

      Wünsche dir eine tolle Zeit an der Nordsee!
      LG Bine

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