Dienstag, 19. September 2017

DIY ⎟ Sukkulenten-Türmchen und Kerzenständer aus Terracotta

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Kein grüner Daumen hin oder her. Kleine Sukkulenten oder anderes grünes Gewächs müssen doch irgendwie überleben, auch bei mir. Damit sie es auch schön haben, wurden aus einfachen Terracotta-Töpfen und Untersetzern Sukkulenten-Türmchen. Und damit nicht nur Pflänzchen groß raus kommen, können die Türmchen auch einfach als Kerzenständer herhalten.   

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Erinnert ihr euch noch an die – wie ich finde – kitschigen Blumenfrauen von früher? Da wurden zwei bis drei solcher Terracotta-Töpfe mit der Öffnung nach unten übereinander gesetzt als Körper und einen Blumentopf als Kopf zum Bepflanzen oben drauf. Der obere Topf wurde mit einem Gesicht bemalt, die unteren Töpfe als Kleid mit Schürze. Oder so ähnlich. Bei uns standen davon einige in unterschiedlichen Größen vor der Haustür. Bei euch auch?

Inspiration für die Sukkulenten-Türmchen und Kerzenständer gab mir die kleine Kuchenplatte bzw. Schale, die ich vor einiger Zeit aus eben solchen Terracotta-Töpfen und Untersetzern gebaut habe. 

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Hier kommt eine kleine Materialliste:
- Töpfe und Untersetzer aus Terracotta/Ton in unterschiedlichen Größen 
(aus dem Baumarkt oder Pflanzencenter) 
- Acrylfarbe oder spezielle Farbe für Keramik/Ton matt und/oder glänzend
- Keramik-/Porzellankleber (ich habe tesa Sekundenkleber verwendet)
- Pinsel
- Küchenkrepp
- Wasser zum Verdünnen der Farbe
- Klarlack

Kleiner Tipp: Töpfe und Untersetzer vor Ort im Laden einfach nach Wunsch zusammenstellen und fotografieren. Dann wisst ihr zu Hause noch, wie eure Türmchen aussehen sollen.

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Die einzelnen Terracotta-Teile bemalt ihr nach Lust und Laune. Ich habe mir die Türmchen so aufgebaut, wie sie später zusammengeklebt werden sollen, und habe dann Muster und Farben festgelegt. Ich schließe jeden Turm mit einem Untersetzer und dem eigentlichen Blumentopf ab. So lassen sich die grünen Pflänzchen später gut gießen. 

Für komplett gedeckte Flächen einfach die Farbe wenig mit Wasser verdünnt auftragen, ggf. nach dem Trocknen ein zweites Mal bemalen. 

Wollt ihr ungleichmäßig gedeckte Flächen erzielen, die einen leichten Vintage-Look haben und wie "verkalkt" aussehen, dann verdünnt ihr die Acrylfarbe mit Wasser, tragt sie großzügig auf und wischt dann zügig mit Küchenkrepp über die Farbfläche. Damit wird ein Teil der Farbe verwischt und wieder abgetragen. 

Für Sprenkel taucht ihr einen Borstenpinsel in eine andere Farbe als die Grundierung und fahrt mit dem Finger über die Borsten, sodass Farbspritzer auf dem Blumentopf landen.  

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Ihr könnt alle einzelnen Teile jetzt mit Klarlack überziehen oder nach dem Zusammenkleben. Ich war bisher faul und habe noch gar kein Sukkulenten-Türmchen mit Klarlack bemalt. Geht auch so. 

Beim Zusammenkleben lasst ihr den eigentlichen Blumentopf lose, klebt ihn also nicht auf dem obersten Untersetzer fest. So ist man flexibler, kann leichter gießen und Sukkulenten umtopfen. Oder das Türmchen schnell in einen Kerzenständer umwandeln. Mit einer dicken Kerze darauf machen die Terracotta-Türmchen nämlich auch eine super Figur.

Und nun Einkaufszettel schreiben für den nächsten Besuch im Gartencenter oder Baumarkt. Lasst euch übrigens nicht irritieren, wenn ihr seltsame Blicke erntet, während ihr wie wild Töpfe und Untersetzer kombiniert, stapelt und fotografiert. Ich fand's lustig. 

Viel Spaß beim Gestalten!

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Mittwoch, 13. September 2017

Hallo Herbst, es wird kuschelig

Die Sandalen stehen noch aufgereiht in der Diele unterm Spiegel, T-Shirts mit kurzen Ärmeln oder Tops ganz ohne kämpfen noch mit kuscheligen Pullis und dicken Socken um die vordersten Plätze im Kleiderschrank. Irgendwann werden sie aufgeben, wenn sich die Bäume gänzlich in Braun, Orange, Rot und Gelb färben und wir uns über heißen Tee und Kakao freuen. 

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Ich muss ja zugeben: Regen brauche ich nicht. Aber den Herbst mag ich trotzdem irgendwie. Die Tage werden wieder kürzer, die Abende länger. Okay, das Licht schwindet, von mir aus muss es um 17 Uhr noch nicht dunkel sein. Aber es wird gemütlich. Bei Kerzenschein kuscheln wir uns mit dicken Socken und einem Buch auf die Couch. Ja, ich hoffe, dass ich in den nächsten Monaten endlich wieder mehr lese. Den ganzen Sommer über wollte ich mehr lesen. Das kleine Wandregal neben meinem Bett beherbergt noch immer einige ungelesene Bücher. Neue Kerzenständer stehen schon bereit, dazu aber bald mehr in einem neuen DIY-Beitrag. 

Was ich noch am Herbst mag: Es ist wieder Zeit für deftige Eintöpfe. Kartoffelsuppe, Bohneneintopf, Kürbissuppe. Vor ein paar Tagen habe ich festgestellt, dass ich in diesem Jahr erstaunlich wenig Erdbeeren gegessen habe. Na gut, dann freue ich mich jetzt eben schon auf Rosenkohl, Rote Bete, Endiviensalat und Wirsing. Viele Gläser Brombeer-Gelee sind bereits eingekocht – die nächsten Monate sind gerettet. 

Neue Jahreszeit, neue Kissen fürs Sofa. Helles Gelb, Türkis, Mintgrün und Weiß müssen weichen, gedecktere Farben sind erwünscht. Daher habe ich mich endlich mal wieder an die Nähmaschine gesetzt und ein paar neue Kissenbezüge genäht. Ganz simpel ohne Schnickschnack und ich habe Stoffe angeschnitten, die ich schon lange hüte, weil es sich um Saisonware handelt, die es inzwischen nicht mehr (oder nur noch Restbestände) zu kaufen gibt. 

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Meine Sammlung an Mützen und Schals habe ich schon gesichtet, denn ein paar Tage auf Norderney stehen in Kürze an. Ich bin sehr gespannt, welches Wetter mich dort erwartet.  Gummistiefel- und Mützenwetter oder mit kurzer Hose und barfuß im warmen Sand? Im letzten Jahr um die gleiche Zeit war es auf Norderney zeitweise untypisch windstill und sehr heiß. Was packe ich dieses Jahr in meinen Koffer? Ich werde auf alles vorbereitet sein. Bitte Daumen drücken, es wird doch gerade aufgrund des Sturms der Fährverkehr immer wieder eingestellt. 

Mögt ihr den Herbst? Mögt ihr ihn nicht? Macht's euch in jedem Fall gemütlich.


Dienstag, 22. August 2017

Nähen ⎟ Ein Baby-Set mit Wickeltunterlage (Näh-Anleitung)

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Vor einigen Monaten meldete sich eine gute Freundin mit dem Wunsch nach einer Wickeltunterlage – in schön – für ihren inzwischen geborenen Sohnemann. Plus "Pampersschleuder" aka Feuchttücher-Windeltasche und U-Heft-Hülle. Herausforderungen nehme ich ja gern entgegen, eine Wickelunterlage hatte ich bis dato nämlich noch nicht genäht. Ich nähe ja wirklich viel und gern und stelle mich auch mal komplizierteren Anforderungen. Aber es gibt ja so Phasen, da hat man einfach einen Knoten im Kopf. Da kam mir doch das Angebot meiner Freundin gerade recht, mit einer ausrangierten Wickelunterlage ihres Bruders in den nächsten Stoffladen zu marschieren und sich die Materialien selbst auszusuchen. Yeah, ich musste schon mal nicht den Stoffverbrauch ausrechnen, das hat die nette Dame im Laden übernommen und auch gleich serparat das Material für die "Pampersschleuder" zusammengestellt.

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Nun gut, Maße und Technik musste ich mir dann ja doch noch selbst überlegen. Und was liegt da näher, als gleich alles zu notieren und für euch eine Mini-Anleitung zu basteln? Gedacht, getan. Hier kommt also eine Skizze bzw. zwei Skizzen mit den notwendigen Maßangaben, Längen, Breiten, Abständen und was man sonst noch so zum Nähen der Wickelunterlage benötigt. Zu den Materialien: Sucht euch einen hübschen Baumwollstoff aus und für die Liegefläche vielleicht was Flauschiges wie Frottee, da freuen sich das Baby und Babys Haut. 

Für die Bänder kamen bei mir Baumwoll-Gurtbänder zum Einsatz. Die kurzen Seiten, also die Schnittkanten, habe ich vor dem Annähen mit einem engen Zickzackstich versäubert, so franst nichts aus. Dann werden als erstes die Bänder und die Klettband-Streifen auf den Außenstoff genäht. 

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Für die vier Taschen geht ihr folgendermaßen vor: 
Zuerst werden der Innenstoff der Taschen-Basis (hier uni blau), die große, oben im Bruch  links auf links gefaltete Tasche (hier Apfel-Stoff) und je nach Wunsch noch die kleine Tasche (hier uni blau, ebenfalls im Bruch gefaltet) übereinandergelegt. Darauf kommt rechts auf rechts der Außenstoff der Taschen-Basis (hier Apfel-Stoff). Alle Lagen gut zusammenstecken und oben, außen und unten absteppen. Die lange Seite, die später eingenäht wird, bleibt als Wendeöffnung offen. Nahtzugabe einkürzen, wenden und Ecken ausformen. Die Tasche noch einmal knappkantig rundum absteppen. Das wird mit allen vier Taschen gemacht. Die Anzahl der kleinen Taschen/Fächer könnt ihr natürlich variieren, wie ihr mögt – meine Freundin Eva wollte nur eine.

Die Taschen werden nun auf die Liegefläche (hier grauer Frottee) gelegt und zwar mit der Seite mit den offenen Fächern nach unten. Näht sie einzeln in der Nahtzugabe fest, dann können sie nicht mehr verrutschen. Darauf legt ihr dann den Außenstoff der Wickelunterlage rechts auf rechts, steckt alles gut fest und näht einmal außen herum alles zusammen. Dabei an der unteren kurzen Seite eine Wendeöffnung von ca. 15 cm lassen. Das Ganze wenden, Nahtzugabe auch hier einkürzen und Ecken ausformen. Die Taschen ausklappen und die Wickelfläche rundum knappkantig absteppen, die Wendeöffnung dabei schließen. Ich habe die Wickelunterlage noch einmal füßchenbreit abgesteppt. Das sieht zum einen schön aus, zum anderen werden die Taschen noch einmal gesichert.  

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Viel Spaß beim Nähen! Und wenn ihr Fragen habt, dann meldet euch gern über die Kommentarfunktion.